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Symposion: Versuchte Rekonstruktion - Die Securitate und Oskar Pastior
Samstag, 23. Juni 2012, 11 Uhr / Literaturhaus Berlin, Großer Saal
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Eine Veranstaltung der Oskar Pastior Stiftung zusammen mit dem Literaturhaus Berlin. Eintritt frei
»Versuchte Rekonstruktion« - unter diesem Titel fand sich im Nachlaß von Oskar Pastior eine handschriftliche Notiz zu seinen Erinnerungen an den »Ekelkomplex« Securitate, »wahrscheinlich einiges davon vergessen und verdrängt«. Vier Jahre nach Pastiors Tod wurde im Spätsommer 2010 eine von ihm unterschriebene Erklärung bekannt, in der er sich 1961 verpflichtete, Informationen an den rumänischen Geheimdienst zu liefern. Dies löste eine heftige, von Spekulationen und Unterstellungen begleitete Diskussion aus, die in dem ohne Belege verbreiteten Gerücht gipfelte, Oskar Pastior träfe durch seine Spitzeltätigkeit die Mitschuld am Selbstmord des Dichters Georg Hoprich.
Was aber sagen die Akten darüber aus? Inzwischen wurden im Auftrag der Oskar Pastior Stiftung Tausende von Securitate-Akten gesichtet und erforscht.
Ablauf:
11.00 Uhr Begrüßung: Klaus Ramm, Vorsitzender der Oskar Pastior Stiftung.
11.15 – 11.45 Ernest Wichner: Oskar Pastior als IM »Stein Otto« in den Akten der Securitate
11.45 – 12.15 Stefan Sienerth: Der Bukarester Kreis junger Literaten um Oskar Pastior im Blickfeld der Securitate
12.15 – 12.45 Corina Bernic: Rumänische Schriftsteller als Informanten der Securitate – Einige Anmerkungen zur Diskussion in Rumänien
12.45 – 13.15 Sabina Kienlechner: Kann ein Spitzel eine moralische Orientierungshilfe sein?
Anschließend Aussprache & Mittagspause
15.30 – 16.00 Jacques Lajarrige: 'Geschichte geschieht; Geschichtsschreibung wird gemacht; Poesie geschieht und wird gemacht'. Oulipobiographische Annäherungen an die Geschichte bei Oskar Pastior.
16.00 – 16.30 Thomas Eder: 'Wie schuldhaft ist die Sprache, wenn und weil sie ja die Wirklichkeit ist?' - Mit einem Satz Oskar Pastiors auf Heimrad Bäckers 'nachschrift' geblickt
16.30 – 17.00 Michael Lentz: [Titel noch nicht bekannt]
17.30 Abschlußgespräch unter Beteiligung aller Referenten sowie des Publikums moderiert von Caroline Fetscher
Quelle:
Literaturhaus Berlin
Fasanenstrasse 23
D - 10719 Berlin
Tel.: +49 (30) 88 72 86 - 0
Fax: +49 (30) 88 72 86 - 13
literaturhaus@literaturhaus-berlin.de
www.literaturhaus-berlin.de
www.literaturhaus.net
»Versuchte Rekonstruktion« - unter diesem Titel fand sich im Nachlaß von Oskar Pastior eine handschriftliche Notiz zu seinen Erinnerungen an den »Ekelkomplex« Securitate, »wahrscheinlich einiges davon vergessen und verdrängt«. Vier Jahre nach Pastiors Tod wurde im Spätsommer 2010 eine von ihm unterschriebene Erklärung bekannt, in der er sich 1961 verpflichtete, Informationen an den rumänischen Geheimdienst zu liefern. Dies löste eine heftige, von Spekulationen und Unterstellungen begleitete Diskussion aus, die in dem ohne Belege verbreiteten Gerücht gipfelte, Oskar Pastior träfe durch seine Spitzeltätigkeit die Mitschuld am Selbstmord des Dichters Georg Hoprich.
Was aber sagen die Akten darüber aus? Inzwischen wurden im Auftrag der Oskar Pastior Stiftung Tausende von Securitate-Akten gesichtet und erforscht.
Ablauf:
11.00 Uhr Begrüßung: Klaus Ramm, Vorsitzender der Oskar Pastior Stiftung.
11.15 – 11.45 Ernest Wichner: Oskar Pastior als IM »Stein Otto« in den Akten der Securitate
11.45 – 12.15 Stefan Sienerth: Der Bukarester Kreis junger Literaten um Oskar Pastior im Blickfeld der Securitate
12.15 – 12.45 Corina Bernic: Rumänische Schriftsteller als Informanten der Securitate – Einige Anmerkungen zur Diskussion in Rumänien
12.45 – 13.15 Sabina Kienlechner: Kann ein Spitzel eine moralische Orientierungshilfe sein?
Anschließend Aussprache & Mittagspause
15.30 – 16.00 Jacques Lajarrige: 'Geschichte geschieht; Geschichtsschreibung wird gemacht; Poesie geschieht und wird gemacht'. Oulipobiographische Annäherungen an die Geschichte bei Oskar Pastior.
16.00 – 16.30 Thomas Eder: 'Wie schuldhaft ist die Sprache, wenn und weil sie ja die Wirklichkeit ist?' - Mit einem Satz Oskar Pastiors auf Heimrad Bäckers 'nachschrift' geblickt
16.30 – 17.00 Michael Lentz: [Titel noch nicht bekannt]
17.30 Abschlußgespräch unter Beteiligung aller Referenten sowie des Publikums moderiert von Caroline Fetscher
Quelle:
Literaturhaus Berlin
Fasanenstrasse 23
D - 10719 Berlin
Tel.: +49 (30) 88 72 86 - 0
Fax: +49 (30) 88 72 86 - 13
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