Sonette I
de Mihai Eminescu(2006)
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Sonette I
Es herbstet schon. Die welken Blätter wehen,
Und schwere Tropfen prallen an die Scheiben;
Du liest in alten, längst vergilbten Schreiben
Und suchst den Sinn des Lebens zu verstehen.
Mit teurem Kleinkram sich die Zeit vertreiben
Und klopft es an die Tür, nicht öffnen gehen;
Liegt dann auch schon Morast auf den Alleen,
Ist\'s schöner noch, am Ofen träumen bleiben.
So sitz auch ich, und die Gedanken schweifen
Zur schönen Fee ins alte Land Legende,
Und Nebel wachsen um mich, Reif um Reifen;
Auf einmal ist\'s als teilten sich die Wände,
Ich höre einen Saum den Boden streifen...
Und meine Augen schließen kühle Hände.
(Übersetzt von Dieter Roth)
