Poezie
Sei still
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Sei still.
In der Nacht meines Schmerzens
sind harmonierende Töne tabu.
Sei still.
Die Musik deiner Seele
in eckigen Sphären verweilt nun.
Sei still,
die trunken empfundene Ruhe
tropft heilend Balsam auf die Zeit
wo du erklangest umschlungen in all meinen Sinnen.
Es vibrierte heimlich auch die Geige in mir.
In Wasserfällen strömtest mit ungestümem Drang
und mit Begierde dich ergabest
dem uns erschütternden Klang.
Töne entflossen deinen feuchten Augen
und du als Ganzes warst Musik.
Verstummen nun ermüdete Glocken in Kirchen des Lieds.
Nun sei doch still, Kawalier der verlorenen Unschuld,
verweht ist der Antlitz deiner verblassten Anmut.
002001
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