Poezie
Unerfüllte Träume
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Als ich noch in Kinderschuhen
Verspielt und sorglos stand,
Lagen mir immer schon
Seltsame Träume zur Hand.
Sie ließen mich oft nicht ruhen
Und spielten mit mir im Hohn.
Schön und vergöttert in Träumen
Wollte, noch Kind, ich sein
Wie jene Kindergärtnerin,
Deren Liebreize allein
In kleinen Herzensräumen
Gedreht manch teuflisch Ding.
Als Sechsjähriger sah ich mich
Durch den Schulhof gehen,
Den Katalog schwingend.
Alle konnten sehen:
Ich ging streng ins Gericht
Mit ausgelassenen Schlingeln.
Schon fünfzehnjährig, träumte ich stets
Von rasenden Fans,
Und bunten Illustrierten,
Den Stadien der Welt,
Vom Stern, der bald aufgeht,
Dem Kreis der Verewigten.
Die Liebe zur Frau
Schuf Bilder in mir.
Die Schönste Las Vegas’
Hab nur ich geliebt.
Millionen verließen ihr Haus,
Als ich über Leinwand gerast.
Dreißig Jahre sprangen drüber,
Aufrecht blieben die Träume.
Ernst und schwer sind sie geworden,
Wie mit Sehnsucht beladene Bäume
Werden sie mir heute zum Übel
Und fürchten sich vor Sturm und Wolken.
Durch fremde Straßen
Seh’ ich mich wandern,
Fremde Menschen umgeben mich.
Endlich finde ich den Bekannten,
Wir liegen uns in den Armen,
Glücklich entronnen der alten Gicht.
[Temeswar, 1982]
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Despre aceasta lucrare
- Autor
- Anton Potche
- Tip
- Poezie
- Cuvinte
- 185
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- 43
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Cum sa citezi
Anton Potche. “Unerfüllte Träume.” Atelier, Poezie.ro, https://poezie.ro/atelier/anton-potche/poezie/71237/unerfullte-traumeComentarii (0)
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