Sari la conținutul principal
Poezie.ro
Poezie

Eines Wechsels tiefer Sinn

1 min lectură·
Mediu
Die Gämse droben auf dem Berg
Hat gar seltsame Manieren,
Weil sie mit Tieren kaum verkehrt,
Frönt sie dem Philosophieren.

Wie jede Gämse träumt sie nur
Vom steilen Hang, hinauf zur Spitz’.
Entfernt lebt sie von Wald und Flur,
Vom Wildnisalltag weiß sie nichts.

Wenn des Hungers wehes Brummen
Wieder Berg und Tal erfüllt,
Heißt es oben: Lass die Dummen
Ohne Dankbarkeit und Sinn.

Fehlbarkeit ist abgestiegen
Von den höchsten Gipfeln.
Die Schuldigen im Tale liegen,
Oben kennt man seine Pflichten.

Dröhnende Reden
Durch die Lande zieh’n
Zur Tilgung niederer Fehden,
Wie’s Herrscherinnen ziemt.

Hoch aus ihrem Gämseloch
Tauscht sie mit ’nem Fuchs ’nen Fuchs,
Ein Wolf weicht einem Wolf,
Und Ruhe herrscht in ihrer Brust.

Berg und Tal und Feld und Wald
Sind empört von dieser Tat.
Selbst der Hunger macht kurz halt,
Die Politik beherrscht den Tag.

[Temeswar, 1982]
002.152
0

Despre aceasta lucrare

Tip
Poezie
Cuvinte
141
Citire
1 min
Versuri
29
Actualizat

Cum sa citezi

Anton Potche. “Eines Wechsels tiefer Sinn.” Atelier, Poezie.ro, https://poezie.ro/atelier/anton-potche/poezie/1793783/eines-wechsels-tiefer-sinn

Comentarii (0)

Autentifica-te pentru a lasa un comentariu.