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Donaurauschen

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Opa sammelt die Enkel um sich,
Ernst und weise wirkt sein Gesicht.
Seine Worte erzählen von fremden Ländern,
Vom Roden der Wälder und Pflügen der Felder.

Die Kinder gleiten in graue Zeiten,
Faszinierend sind Opas Geschichten und Weisen.
Oft glauben die Kinder auch Tränen zu sehen,
Heidewinde fühlt ihr Opa dann wehen.

Nicht alles können die Kleinen begreifen,
Doch Worte können durchs Leben begleiten:
„Wenn Ihr groß seid und ich nicht mehr bin,
Zieht donauabwärts zur Heide hin,
Wo Südostwinde über Felder wehen
Und Grabsteine verlassen stehen.“

Oft verweilen am Fluss und lauschen
Die Kinder dem Donaurauschen.
Der Strom knüpft für sie das Band
Zu Opas entferntem Märchenland.


[Ingolstadt, 1990]
001.899
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Poezie
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Anton Potche. “Donaurauschen.” Atelier, Poezie.ro, https://poezie.ro/atelier/anton-potche/poezie/14127542/donaurauschen

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