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Angstschweiß

meinen Großvätern

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Mediu
Ein sterbender Soldat
hält ein Bild in der Hand:
ein letzter Blick, ein letzter Gedanke.
Gefallen fürs rumänische Vaterland.
Ich betrachte meiner Oma
blutbeflecktes Relikt.
Im Raum steht
ein stummes Gebet.

Ein Mann im Rollstuhl
lernt das Kind säen.
Weil das rumänische Vaterland rief,
muß das Kind im Herbst auch mähen.
Ich muß dem Königreich
sogar noch danken,
durft’ ich zumindest mit einem
Opa in Holzfüßen zanken.

Wir trugen den Rosmarin
durch die Banater Heide,
grünte er doch
für’s deutsche Erbe.
Meinen Bub traf am Kopf
ein Stein beim Spiel.
Ein Hitleristenkopf
war das angepeilte Ziel.

Es rette sich, wer kann,
zurück ins deutsche Vaterland.
Makaber klingt Gleichschritt
durch die Nacht,
nur übertönt von einem Schrei:
Ich war dabei, ich war dabei.
Angstschweiß
zeugt Ungewissheit.
Ich war so ahnungslos.
Bleib’ ich heimatlos?


[Ingolstadt, 1989]
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Anton Potche. “Angstschweiß.” Atelier, Poezie.ro, https://poezie.ro/atelier/anton-potche/poezie/14117121/angstschweiss

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