Poezie
Natur, Natur
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Die Ähren wiegen sich
im Säuseln des Windes,
meine Gedanken sammeln sich
bei den Fragen des Kindes.
Sacht ist der Wellengang
des reifenden Weizens,
er drückt mir die Hand
und fragt immer weiter.
- Vater, wie kommt es,
daß hier nur allein
so still ich dich seh’?
Muß „hier“ das so sein?
- Sprich nur, mein Kind,
deine Stimme ist Gesang,
stört nicht den Wind,
ist natürlicher Klang.
- Warum schimmern Tränen
unter deinen Augenlidern?
Was hab ich erwähnet,
das dich so betrübet?
- Freude ist es
und Leid zugleich,
was mich bewegt
beim Grübeln ums Sein.
- Ach Vater,
bei so viel Güte
kann kein Schaden
unser Leben trüben.
- Das Schicksal prägt
unser Heute und Morgen,
mißachtend, unbewegt,
unser Sehnen und Wollen.
- All von dem,
was du hier sprichst,
kann ich nichts versteh’n.
Ach Vater, vergib!
- Es ist dir vergeben,
du bist noch ein Kind.
Spiel nur, mein Söhnchen,
mit dem hurtigen Wind.
Schon neigt sich die Sonne
der Erde zu.
Du bist eine Wonne,
Natur, Natur.
Du bist so rein
wie die Seele des Kindes,
das in deinem Sein
sich spielend windet.
[Jahrmarkt, 1983]
im Säuseln des Windes,
meine Gedanken sammeln sich
bei den Fragen des Kindes.
Sacht ist der Wellengang
des reifenden Weizens,
er drückt mir die Hand
und fragt immer weiter.
- Vater, wie kommt es,
daß hier nur allein
so still ich dich seh’?
Muß „hier“ das so sein?
- Sprich nur, mein Kind,
deine Stimme ist Gesang,
stört nicht den Wind,
ist natürlicher Klang.
- Warum schimmern Tränen
unter deinen Augenlidern?
Was hab ich erwähnet,
das dich so betrübet?
- Freude ist es
und Leid zugleich,
was mich bewegt
beim Grübeln ums Sein.
- Ach Vater,
bei so viel Güte
kann kein Schaden
unser Leben trüben.
- Das Schicksal prägt
unser Heute und Morgen,
mißachtend, unbewegt,
unser Sehnen und Wollen.
- All von dem,
was du hier sprichst,
kann ich nichts versteh’n.
Ach Vater, vergib!
- Es ist dir vergeben,
du bist noch ein Kind.
Spiel nur, mein Söhnchen,
mit dem hurtigen Wind.
Schon neigt sich die Sonne
der Erde zu.
Du bist eine Wonne,
Natur, Natur.
Du bist so rein
wie die Seele des Kindes,
das in deinem Sein
sich spielend windet.
[Jahrmarkt, 1983]
001.980
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Despre aceasta lucrare
- Autor
- Anton Potche
- Tip
- Poezie
- Cuvinte
- 189
- Citire
- 1 min
- Versuri
- 49
- Actualizat
Cum sa citezi
Anton Potche. “Natur, Natur.” Atelier, Poezie.ro, https://poezie.ro/atelier/anton-potche/poezie/13991863/natur-naturComentarii (0)
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