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Das Ich und die Selbstlosigkeit

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Es vergingen Jahrtausende
Und der niemals schlafende
Trieb zur Neuerung
Schuf ein Wesen stark und gesund.

Die Stärke dieses Wesens
Lag schon immer im Denken.
Scharfes Sinnen führte es
Von guten zu besseren Theorien.

Daß es bei allem Denken und Schaffen
Sein eigenes Ich gelassen
In den Vordergrund gestellt,
Versteht sich, sagen einige, von selbst.

Weil nun das Ich und die Selbstlosigkeit
Ihr Dasein verbrachten im Streit,
Waren die Berüchtigten
Oft auch die Glücklichen.

Daß ihre Zahl zwar kleiner war,
Änderte nichts über Jahr und Tag:
Die Nachkommen der Selbstlosen
Sind auch heute die Hablosen.

Der Kampf der Vielen scheint ohne Ende,
Denn alle Ichs tragen neue Gewänder,
Die, aus Selbstlosigkeit gestrickt,
Unkenntlich verkleiden jeden Wicht.


[Jahrmarkt, 1982]
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Anton Potche. “Das Ich und die Selbstlosigkeit.” Atelier, Poezie.ro, https://poezie.ro/atelier/anton-potche/poezie/13939994/das-ich-und-die-selbstlosigkeit

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