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Eurokratie, eine kostspielige Lustbarkeit

Kolumne 13

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Man sollte meinen, das Lesen einer Wirtschaftszeitung käme dem mühsamen Bewältigen trockener Zahlen- und Statistikmaterialien und deren Erläuterungen gleich. Dem muss aber nicht so sein, und das besonders dann nicht, wenn Wirtschaftsjournalisten sich ihrem Lieblingsfeindbild, der Bürokratie, zuwenden. Ein Blick auf die Seite 5 der Wirtschaftszeitung AKTIV vom 10. April 2004 ist ebenso erbaulich wie belustigend. Da widmet sich der Journalist Wilfried Hennes dem Vorschriften- und Regulierungswahn der Brüsseler Eurokraten. Das Ei, der Apfel und die Birne sind ihr und folglich auch sein Thema. Als verrückt, bescheuert, faschingstauglich und für so manchen, von schwerer physischer Arbeit gezeichneten, EU-Bürger auch frustrierend, so kann man das hier zu Lesende genießen oder verdammen. Textbeispiel: „Ein Frischei, so steht es in dem EU-Papier, muss so produziert werden, dass es genusstauglich ist. Also ohne Kot- oder Dreckreste! Nur: Wie soll man das der Henne beibringen?“ Tja, diese Frage stellte sich schon in den 80ger Jahren so mancher rumänische Bauer, als per Präsidialdekret alle rumänischen Hühner aufgefordert wurden, mindestens ein Ei pro Tag zu legen. Man hätte Rumänien schon längst in die EU aufnehmen sollen. So mancher von hochdotierten EU-Bürokraten in schweißtreibender Kleinarbeit erstellte Paragraf hätte bloß aus den Dekreten der „Karpateneiche“ kopiert werden müssen, denn die Verwandtschaft Autokratie – Bürokratie – Eurokratie scheint im Eierlegen belegt zu sein.
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Anton Potche. “Eurokratie, eine kostspielige Lustbarkeit.” Atelier, Poezie.ro, https://poezie.ro/atelier/anton-potche/articol/90543/eurokratie-eine-kostspielige-lustbarkeit

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