Rumänischer Oktober
de Oscar Walter Cisek(2006)
1 min lectură
Mediu
Die dunklen Gehänge der Gelände
Klingen auf im Tau,
Der Himmel brennt blau
Durch der Bäume verlassene Hände.
Erde flaggt empor aus der Kühle.
Laubglut erwärmt das Feld.
In die Weite, die sanft ein Wolkentuch wellt,
Flattert die singende Mühle.
Auf Wegen fließt das Blinken
Der Weiher. Ihr Schaum erstarrt,
Von den irrenden Tieren lang genarrt,
Bis Schatten wie Mönche vorüberhinken.
Verschollene Träume findet der Dämmer
Dann in der Hüttenohnmacht weißem Rauch,
Unter des Abends Blütenstrauch
Die Hügel weiden Sterne wie Lämmer.
[aus Ostdeutsches Lesebuch II, Deutsche Dichtung der Jahrhundertmitte vom Baltikum bis zum Banat; Verlag Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen, Bonn, 1984]
Klingen auf im Tau,
Der Himmel brennt blau
Durch der Bäume verlassene Hände.
Erde flaggt empor aus der Kühle.
Laubglut erwärmt das Feld.
In die Weite, die sanft ein Wolkentuch wellt,
Flattert die singende Mühle.
Auf Wegen fließt das Blinken
Der Weiher. Ihr Schaum erstarrt,
Von den irrenden Tieren lang genarrt,
Bis Schatten wie Mönche vorüberhinken.
Verschollene Träume findet der Dämmer
Dann in der Hüttenohnmacht weißem Rauch,
Unter des Abends Blütenstrauch
Die Hügel weiden Sterne wie Lämmer.
[aus Ostdeutsches Lesebuch II, Deutsche Dichtung der Jahrhundertmitte vom Baltikum bis zum Banat; Verlag Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen, Bonn, 1984]
