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Der arme Mais

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Arbeiter, die die Brücke
Zu der Gesellschaft Perfektion
Ohne Schaden überschritten,
Bleiben Opfer einer falschen Illusion.

Starke, blutjunge Burschen,
Im neuen Geist erzogen,
Bespötteln ihrer Arbeit Nutzen:
Sie wissen sich betrogen.

Nur Schulkinder in Uniform
Begrüßen ihr Geschick.
Die illustre Erziehungsform
Ist für sie ein wahres Glück.

Diese Gesellschaft, groß und bunt,
Sitzt um einen Maishaufen,
Gemütlich schwätzend, träge herum.
Der Anblick ist berauschend.

Der arme Mais fast weinend bittet,
Man möge ihn doch befreien
Von den spröden Lieschen,
Damit er Luft kann schöpfen.

Die Gesellschaft hört das Klagen,
Doch versteht sie nichts davon,
Weil für sie ist diese Sprache
Fremd, ohne Vernunft.

Er hat Pech, der arme Mais,
Weil er hier geboren ist,
Wo der Bauer aus dem Jenseits
Ihm nur senden kann ’nen Blick.

Wär er noch da, der Bauersmann,
Müßte nichts und niemand leiden.
Auch der Mais wäre gerettet dann,
Zu der Gesellschaft großen Freude.


[Zorn, 1982]
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Anton Potche. “Der arme Mais.” Atelier, Poezie.ro, https://poezie.ro/atelier/anton-potche/poezie/13922276/der-arme-mais

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